Besuch Jimmy Schulz MdB im Kreis Böblingen

Allgemein, Presse | 15. Oktober 2012

Jimmy Schulz

Jimmy Schulz

Die Politik sollte versuchen, die neuen Medien zu verstehen, bevor sie vom technischen Fortschritt überrollt wird – das wünschte sich der IT-Unternehmer Jimmy Schulz als er in die FDP eintrat. Heute ist Schulz Bundestagsabgeordneter und kann sich im Innenausschuss und in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ selbst daran machen, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.  Dass es an ihm nicht scheitern wird, zeigte Schulz bei einem Vortrag in der Böblinger Akademie für Datenverarbeitung. Diese hatte sich die FDP, so der Kreisvorsitzende Florian Toncar, bewusst als Veranstaltungsort ausgesucht, „weil wir stolz darauf sind, eine so tolle Einrichtung im Kreis Böblingen zu haben und weil wir uns darüber freuen, dass man dort zukünftig auch einen Bachelor-Abschluss erwerben kann.“ Auf diese Entwicklung wies auch Schulleiter Peter Grundel in seinem Grußwort hin. Wie stark die Entwicklung der Informationstechnologien heute von politischen Entscheidungen geprägt wird, zeigte die Vielzahl an Themen, die Schulz ansprach, etwa „Netzneutralität“, also die Frage, wer entscheidet, welche Inhalte wir im Internet zu sehen bekommen und wie schnell. Oder das große Streitthema „Urheberrecht“. Schulz bekannte sich klar zum Schutz des geistigen Eigentums: „Ohne Urheberrecht hätte ich meine IT-Firma niemals so entwickeln können.“ Gleichzeitig warb er aber auch für Offenheit, das Urheberrecht den vielfältigen technischen Möglichkeiten unserer Zeit anzupassen. Das Urheberrecht könne nicht nur mit Strafen und Überwachung der Internetnutzer geschützt werden, sondern beispielsweise auch durch zahlreiche legale Möglichkeiten, Musik und Videos im Internet herunter zu laden. Um bereits Kinder und Jugendliche mit dem richtigen Umgang mit dem Medium Internet zu motivieren, plädiert Schulz für ein Schulfach „Medienkompetenz“. Und das so früh wie möglich: „Wir sollten unsere Kinder nicht vom Internet fern halten. Wir müssen ihnen frühzeitig das Wertegerüst vermitteln, mit dem sie das Werkzeug Internet sinnvoll nutzen können.“

Wie schnell sich die technischen Bedingungen ändern können, wurde Schulz und Toncar bereits am Nachmittag bei einem Besuch im IBM-Labor verdeutlicht. Ein Beispiel hierfür beeindruckte Schulz und Toncar sehr: das Computersystem Watson, das Fragen in einer Quizshow verstehen und recht schnell und zuverlässig Antworten finden kann. Diesen Innovationssprung konnten die Abgeordneten somit bereits in den Kinderschuhen erleben. Was Schulz außerordentlich freute: „Da sind sie auf dem richtigen Weg“.

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