Birgit Homburger besucht die Hecker-Werke

Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger besuchte letzten Donnerstag, im Rahmen der Innovationskampagne der FDP Baden-Württemberg, die Hecker-Werke in Weil im Schönbuch.

Weil im Schönbuch – Seit über einem Jahr tourt Birgit Homburger durch Baden-Württemberg, um sich bei innovativen mittelständischen Unternehmen über die aktuelle Situation und deren Herausforderungen zu informieren. Die Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Gespräche seien die Grundlage für die weitere programmatische Arbeit im Bereich Innovationen. Damit will die FDP einem in 2012 festgestellten Trend entgegenwirken, der die abnehmende Innovationskraft in Baden-Württemberg, sowohl im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften, als auch deutscher Unternehmen bestärkt und damit Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze schafft.

Thomas Schüle, Andreas Hübner-Hecker, Birgit Homburger und Frank Wörn

Thomas Schüle, Andreas Hübner-Hecker, Birgit Homburger und Frank Wörn

Ihre Tour führte sie nun zu den Spezialisten für Dichtungsfragen, den Hecker-Werken in Weil im Schönbuch. Das Unternehmen gehört zu den Technologieführern im Bereich der Dichtungstechnik. „Unsere Produkte findet man auf der ganzen Welt in vielen unterschiedlichen Bereichen; vom Maschinenbau über die Automobilindustrie und der Medizintechnik bis hin zur Luft- und Raumfahrt“, so Andreas Hübner-Hecker, Geschäftsführer der Hecker-Werke.

Die kommende Herausforderung um weiterhin innovative Produkte für die Kunden entwickeln zu können sei es genügend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Hauptproblem für Innovation sei nicht die Förderung. „Das machen wir aus eigenen Mitteln“, so Andreas Hübner-Hecker. Viel wichtiger sei die schulische und beruflicheAusbildung der Kinder und Jugendlichen. Außerdem müsse die duale Ausbildung erhalten bleiben. Hier sei die grün-rote Landesregierung auf dem Holzweg, so Birgit Homburger. Sie habe mehrere neue Projekte angefangen, ohne mehr Geld in den Bildungsbereich zu geben. So läuft die Einführung der Gemeinschaftsschule im Augenblick finanziell zu Lasten aller anderen Schularten, insbesondere der beruflichen Aus- und Weiterbildung. „Die berufliche Ausbildung zu vernachlässigen gefährdet die Arbeitsplätze in Baden-Württemberg. Grün-Rot handelt hier unverantwortlich“, so Birgit Homburger.

Der Exportanteil der Unternehmen im Kreis Böblingen liegt bei 70%.

Wieder einmal zeige sich wie wichtig Innovationen für Baden-Württemberg sind. Die Bedeutung innovativer Entwicklungen für Baden-Württemberg und für die gesamte Bundesrepublik muss verdeutlicht werden. Innovation ist der Wachstumsfaktor, wobei unser zentrales Augenmerk auf qualitativ hochwertige Entwicklungen liegt“, so die FDP-Landesvorsitzende.

Die Hecker-Werke

Der Gründer Arthur Hecker begann im Jahre 1904 in Dresden zuerst mit der Herstellung von Stopfbuchspackungen. Nach der Zerstörung und Enteignung der Werke in Dresden, Heidenau und Bodenbach wurde im Jahre 1949 mit dem Wiederaufbau in Weil im Schönbuch begonnen. Durch die Umstellung der Asbestprodukte auf Asbestersatzstoffe ist HECKER mit seinen Stopfbuchspackungen aus ARAMID, PTFE-Garn, Graphitfasergarnen etc., FA-Platten der Marke „EUROPIL®“ und „CENTELLEN®“, mit der Zeit gegangen und hat sich auf diesem Gebiet einen großen Marktanteil gesichert. Im Jahr 1988 wurde das Museum der Hecker-Werke eröffnet und im Jahr 1999 vollkommen überholt und auf den neuesten Stand gebracht.

Die Spannweite der Ausstellung reicht von der Gründung der Firma im Jahre 1904 in Dresden bis zum heutigen Tage und macht den Besucher mit der Geschichte der Familie Hecker sowie mit den Produkten in Asbest und deren Nachfolgeprodukten bekannt. Die gesamte aktuelle Produktpalette von Stopfbuchspackungen über Gleitringdichtungen, sowie Kunststoff- und Elastomerteilen bis hin zu FA-Platten wird anschaulich dargestellt. Neben einem Teil deutsch-deutscher Geschichte bekommt der Besucher einen Eindruck von der Historie des Rohstoffs Asbest und dessen Verarbeitung sowie der Entwicklung und Gewinnung vom Naturkautschuk bis hin zu den heute verwendeten synthetischen Kautschukarten. Die Ausstellung wird durch einen Werksfilm abgerundet. Das Museum in Weil im Schönbuch kann, nach entsprechender Voranmeldung und Terminvereinbarung, besichtigt werden.

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