Quartal Liberal mit Leif Schubert

Am 18. April fand das Quartal Liberal der Herrenberger FDP statt, dieses mal mit dem ehemaligen Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen Leif Schubert. Zu Beginn erklärte er, wieso sein Weg zu den JuLis führte. Die Jusos waren ihm zu angepasst, dort sind zu viele Menschen einer Meinung, genauso verhält es sich mit der JU. Schubert sieht den Liberalismus klar als gegen den Mainstream gerichtet, demzufolge z. B. Mindestlöhne, Frauenquote und Bafög automatisch gut sind und Studiengebühren schlecht.

Zum Thema „Schule, Uni, Arbeitsmarkt – ginge es den jungen Menschen ohne die FDP nicht viel besser?“, erklärte er zu Beginn, warum er es nicht fair findet, auf Studiengebühren zu verzichten. Wenn man gleiche Bildungschancen für alle ermöglichen will, kann es nicht sein, dass man jungen Facharbeitern die Bildungschancen erschwert wenn sie einen Meister oder Techniker machen, denn diesen müssen sie teuer bezahlen. Nur Meister oder Techniker zur Kasse zu bitten wäre unfair. Zwar gibt es ein Meisterbafög,  dieses deckt die Kosten einer Meisterausbildung jedoch nicht. Leif Schubert ist der Überzeugung, dass die FDP die soziale Frage auch für junge Menschen gut beantworten kann. Ein möglicher Weg wäre das Modell der nachgelagerten Studiengebühren. Nach dem Studium, wenn ein gut bezahlter Job gefunden wurde, werden die Studiengebühren über Raten abbezahlt.

Leif Schubert und Andreas Weik

Leif Schubert und Andreas Weik


Leif Schubert ging auch auf die Frage ein, was sinnvoll ist für junge Menschen. Eigenverantwortung ist das Wichtige, nicht Bevormundung. Weil Eigenverantwortung ein großer Punkt der FDP und der JuLis ist, muss die Partei viel selbstbewusster auftreten und den Klischees entgegentreten. Dazu gehört auch die Reform der Sozialsysteme, das heißt, dass die Sozialsysteme zurückgefahren werden müssen. Genausowenig wie die lebensnotwendigen Brötchen in staatlichen Bäckereien hergestellt werden müssten, brächte es etwas, wenn das Gesundheitswesen und die Krankenversicherung in staatlicher Hand seien. Für Unsinnig hält er auch den Arbeitgeberanteil: z. B. zahlen die Arbeitgeber Pendlern auch keinen Anteil an der KFZ-Versicherung. Die bisher zwangsweise Sozialversicherten sollten selbst entscheiden dürfen, was sie mit ihrem Geld machen. Steuern sind ebenso ein großes Thema. Als Student verstand Schubert überhaupt nicht, wieso die FDP daraus so einen riesen Punkt macht. Erst als er seine erste Arbeitsabrechnung sah, wurde ihm schwindelig wie viel Steuern er bezahlen musste.

Nach seinem Vortrag gab es noch die Möglichkeit zur Diskussion, die sehr rege genutzt wurde. Einer der größten Erfolge der FDP ist die Abschaffung der Wehrpflicht. Zwar wurde das letztendlich von Guttenberg auf den Weg gebracht, aber durch die Verkürzung der Wehrpflicht auf 6 Monate auf Bestreben der FDP hin, verlor das Ganze seinen Sinn, was letztendlich zur Abschaffung geführt hat.

Wettbewerb ist für Liberale ein großes Thema, jedoch ist dieses Wort negativ besetzt. Jeder möchte Sicherheit und das möglichst kostenlos. Es gibt zwar wenige richtige Erfolge für junge Menschen, jedoch ist die Vorratsdatenspeicherung verhindert worden und somit die Internetfreiheit gewahrt worden. Die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger möchte Abmahnungen deckeln, um vor übertriebenen Kosten durch Raubkopien zu schützen. Fast jeder macht aus jugendlicher Naivität diesen Fehler, so kann man junge Leute vor dem Ruin bewahren. Abschließend erklärte Schubert, dass die Stigmatisierung von Minderheiten verhindert werden muss. Dafür steht die FDP schon sehr lange ein.

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