Liberale für 40-jährige Parteimitgliedschaft geehrt

Mitgliederehrung der Kreis-FDP mit Festansprache zur Bildungspolitik

Weil der Stadt Ein erfreulicher Anlass war es, den die Kreis-FDP in Weil der Stadt feiern konnte: Anlässlich ihrer 40-jährigen Mitgliedschaft wurden der Weil der Städter Eckhart Reimers und Eckehart Schulze aus Weissach für ihre Verdienste für die hiesige FDP geehrt.
Für beide Jubilare war die Bildungspolitik einer der Gründe, sich in der FDP zu engagieren. Schließlich war es in den 70er Jahren der Liberale Ralf Dahrendorf, der mit seiner These von „Bildung als Bürgerrecht“ die Debatten prägte.

Herr Eckehart Schulze (geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP) und Ehefrau, rechts daneben: Frau Heiderose Berroth, Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion und Laudatorin

Herr Eckehart Schulze (geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP) und Ehefrau, rechts daneben: Frau Heiderose Berroth, Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion und Laudatorin

Herr Eckart Reimers (geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP)

Herr Eckart Reimers (geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP)

Eckhart Reimers hatte es 2005 sogar geschafft, den deutschen Studienleiter der PISA-Studie, Prof. Dr. Manfred Prenzel, für eine Diskussionsveranstaltung der FDP nach Weil der Stadt zu holen. Insofern lag es nahe, sich auf dieser Jubiläumsfeier mit dem Thema Bildung zu beschäftigen.

Diesen Part übernahm Patrick Meinhardt, der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in seiner Festrede. Für ihn müssen Vielfalt und Freiheit im Mittelpunkt stehen: „Entscheidend ist, was vor Ort gewollt ist. Eltern, Lehrer, Schüler und Kommunen wissen am besten, was zu ihrer Umgebung passt. Stuttgart Stadtmitte braucht andere Konzepte als Weil der Stadt oder Biberach“, so Meinhardt. Deshalb sei es wichtig, dass unterschiedliche Schulangebote erhalten blieben und dass vor Ort mehr Gestaltungsspielraum gewährt werde: „Es gibt keine Einheitskinder, also kann es auch keine Einheitsbildung geben“, so Meinhardt.

Herr Patrick Meinhardt, MdB (Festredner zur Bildungspolitik)

Herr Patrick Meinhardt, MdB (Festredner zur Bildungspolitik)

Deshalb zeigte sich Meinhardt besorgt über die derzeitige Bildungspolitik in Baden-Württemberg: „Wir erleben, dass die Landesregierung versucht, Realschulen und Gymnasien schleichend durch Gemeinschaftsschulen zu ersetzen.“ Nicht Gemeinschaftsschulen, sondern viele unterschiedliche Bildungswege seien der Garant für eine erfolgreiche Förderung der Kinder. Dies werde dadurch deutlich, dass nur 50% der Hochschulzugangsberechtigungen in Baden-Württemberg auf allgemeinbildenden Gymnasien erreicht würden, die weiteren 50% auf einem der zahlreichen anderen Bildungswege, die zur Hochschulbefähigung führen: „Kein Abschluss ohne Anschluss, für jeden das passgenaue Angebot – das war bisher gerade eine Stärke des baden-württembergischen Schulsystems, und das muss so bleiben“. Neben der Diskussion über Schulstrukturen sind für Meinhardt aber vor allem die Menschen entscheidend, die Bildung vermitteln sollen: „Gute Bildung können wir nur mit Lehrern und Erziehern erreichen, die Freiheit zur Gestaltung ihres Unterrichts haben und in der Gesellschaft für ihre wichtige Arbeit anerkannt werden“, so Meinhardt.

© Daniel Alexander Schmidt

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