Harald Nübel ist FDP-Kandidat für die Europawahl 2014

Allgemein, Presse | 31. Juli 2013

Am vergangenen Donnerstag kürte der FDP-Kreisverband auf seiner Kreismitgliederversammlung der 68-jährigen Gärtringer Harald Nübel zum Kandidaten für die Europawahl 2014. Prominenter Gastredner war Michael Link, Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Michael Link, Harald Nübel und Dr. Florian Toncar

Michael Link, Harald Nübel und Dr. Florian Toncar

Die Kreis-FDP zieht mit dem Gärtringer Harald Nübel in die Europawahl. Mit 92% der Stimmen wurde der 68jährige von der Mitgliederversammlung der FDP nominiert. Einen Gegenkandidaten hatte Nübel nicht. Als Kreisvorsitzendem des VdK liegt Nübel vor allem die Sozialpolitik am Herzen. Die Menschen müssten gegen elementare Risiken wie Armut im Alter und Pflegebedürftigkeit abgesichert sein. Nübel wendet sich aber auch gegen zu viel Zentralismus in Europa: „Gerade im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge muss sich Brüssel auch zurückhalten. Man muss auch vor Ort, in den Kommunen, noch Gestaltungsspielräume haben.“ Die Bundesliste zur Europawahl wird im Januar auf der FDP-Bundesvertreterversammlung gewählt. Dort wird Nübel vorgeschlagen werden. Zu Delegierten wurden der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Florian Toncar sowie seine beiden Stellvertreter im Kreis, Regional- und Kreisrat Andreas Knapp und der Bezirksvorsitzende der Jungen Liberalen, Andreas Weik, gewählt.

Die Kreismitgliederversammlung stand auch sonst ganz unter dem Motto „Europa“. Michael Link, Staatsminister im Auswärtigen Amt, sprach über ein „Liberales Europa“. Der Grundstein hierfür werde schon bei der Bundestagswahl gelegt: „Wichtig für unseren Erfolg sind regelmäßige Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit, in Deutschland wie in den anderen europäischen Ländern. Darauf muss auch die nächste Bundesregierung dringen“, so Link. Dabei schade die deutsche Exportstärke niemandem. Daher wandte sich der Staatsminister auch gegen alle Versuche, den deutschen Export politisch zu schwächen: „Was das für Folgen gerade für einen Landkreis wie Böblingen hätte, muss ich hier niemandem erklären. Aber auch für Europa insgesamt wäre eine Schwächung Deutschlands fatal.“
Doch auch jenseits von Wirtschaft und Währung will die FDP Europa voranbringen: „Europa ist eine Wertegemeinschaft“ so Link. „Aber für viele Menschen ist Europa zu weit weg, zu komplex und undurchdringbar.“ Deswegen müssten Entscheidungswege verbessert, und die Zahl der Kommissare halbiert werden: „Europa wird nicht gelingen, wenn es möglichst viel reguliert, sondern wenn es sich auf seine Kernkompetenzen konzentriert.“ Dazu gehören für Link die Stärkung der gemeinsamen Währung, eine gemeinsame Außen- und Innenpolitik und der Binnenmarkt. Europa müsse bei anderen Bereichen auch loslassen können, etwa bei Themen wie City-Maut oder Feinstaub.

Videos

Kandidatenrede von Harald Nübel

Michael Link zu Gast in Gärtringen

Komplett ansehen (mit Begrüßung und Diskussion)

Nur der Vortrag:

Kommentare sind abgeschaltet