FDP wählt Scheerer einstimmig zum Landtagskandidaten

Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt ist Erstkandidat der Freien Demokraten im Wahlkreis 06 für die Landtagswahl 2016, sein Zweitkandidat ist Andreas Weik

<Weil der Stadt> „Der Wahlkreis 06 mit den großen Kreisstädten Leonberg und Herrenberg ist sehr aussichtsreich für die FDP“, mit diesen Worten eröffnete der stellvertretende Kreisvorsitzende, Andreas Knapp, Stadt- und Kreisrat aus Sindelfingen die Konferenz. Er leitete die Versammlung mit über 30 Mitgliedern und Gästen.

Der Weil der Städter Ortsvorsitzende Norbert Floegel schlug Hans Dieter Scheerer als Erstkandidat vor. Dieser kritisierte in seiner Rede die aktuelle Landesregierung scharf: „Immer mehr Bürokratie, Infrastrukturausgaben an der falschen Stelle, Steuerverschwendung und die Zerstörung des Schulwesens in Baden-Württemberg. Eine Regierung darf nicht von Ideologie getrieben werden, sondern muss mit Menschlichkeit und Vernunft Entscheidungen treffen .Die aktuelle Landesregierung muss weg“, so Scheerer. Er war bereits dreimal Zweitkandidat im gleichen Wahlkreis und möchte nun direkt in den Landtag gewählt werden. Er sehe sich selbst als Kämpfer gegen die Bürokratie, so wolle er die Regelungswut der Regierung eindämmen. Für ihn sei es entscheidend dem einzelnen mehr Verantwortung zu übertragen und seine Freiheit nicht durch immer neue Vorschriften zu begrenzen. 

Die Hermann-Hesse-Bahn sei für Scheerer ein Projekt, das sich nicht lohne. 60 Mio Euro seien dringend notwendig um die Infrastruktur im Kreis Böblingen zu erhalten, eine Bahn zwischen Calw und Renningen, deren Betrieb in den 1970gern aufgrund von zu geringen Nutzerzahlen eingestellt wurde, sei keine sinnvolle Investition und rechne sich nicht. Der Landkreis könne nur die wirtschaftsstärkste Region in der Bundesrepublik bleiben, wenn an der richtigen Stelle in die Infrastruktur investiert werde. Neben Straßen seien auch Breitbandkabel und neue Wohngebiete für Menschen die in unseren Landkreis ziehen wichtig.

Die Grunderwerbssteuer ist für Scheerer mit 5% zu hoch. Man müsse sich nicht wundern, wenn gerade junge Familien nicht in der Lage seien sich ein Eigenheim zu kaufen. Trotz dem aktuellen Steuersegen sei es der Landesregierung nicht gelungen die Bürger zu entlasten und Schulden abzubauen. Seiner Meinung nach dürfe nicht mehr ausgegeben als eingenommen werden.

Das zentrale Thema im kommenden Wahlkampf werde die Schulpolitik sein. Auch Scheerer sei es eine Herzensangelegenheit das aktuell gute Bildungswesen in Baden-Württemberg zu erhalten. Jedes Kind solle die gleichen Chancen erhalten, dies bedeute jedoch nicht, dass jedes Kind auf die gleiche Schule gehen müsse. Auch die Gemeinschaftsschule könne für manche Kinder passend sein, jedoch nicht für alle. Das aktuelle Schulsystem müsse bewahrt werden. Er befürchte, dass die Grünen sich nach der Wahl der Forderung ihrer Jugendorganisation anschließen und das Gymnasium Schritt für Schritt in die Gemeinschaftsschule überführen werden. Dies gelte es zu verhindern.

Scheerer ist in Herrenberg aufgewachsen und vor längerer Zeit nach Weil der Stadt gezogen. Dort ist er als selbstständiger Rechtsanwalt in eigener Kanzlei tätig. Zuvor war er leitender Angestellter eines großen Unternehmens im Einzelhandel. Außerdem ist Scheerer Lehrbeauftragter an der DHBW Stuttgart. Er hat bereits zahlreiche Positionen innerhalb der FDP ausgeübt und war früher auch Kreis- und Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen.

Scheerer konnte die Wahlkreiskonferenz voll überzeugen, er wurde einstimmig zum Landtagskandidaten gewählt.

Als Zweitkandidat schlug der Aidlingen FDP-Gemeinderat, Daniel Alexander Schmidt, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden der FDP und der Jungen Liberalen, Andreas Weik, vor: „Er ist ein verlässlicher Parteifreund und ein engagierter Wahlkämpfer“, so Schmidt. Letztes Wochenende wurde Weik in den Landesvorstand der FDP Baden-Württemberg gewählt. Nun wählte ihn die Konferenz mit knapp 90% zum Zweitkandidat für die Landtagswahl.

„Ich selbst bin nach der Grundschule auf die Realschule gegangen und weiß: In unserem Schulsystem kann man sein Talent besser entfalten als in grün-roter Gleichmacherei“, so Weik. Der 34-jährige Spezialist für Kranken- und Pflegeversicherungen wird Scheerer zur Seite stehen, er war bereits Wahlkampfleiter des früheren FDP-Bundestagsabgeordneten, Dr. Florian Toncar. Auch bei den Jungen Liberalen ist Weik auf Kreis- und Bezirksebene aktiv. So war er drei Jahre lang Vorsitzender des Bezirks Nordwürttemberg und konnte in der Zeit viele Kreisverbände mit aufbauen. Aufgewachsen ist er am Rande des Schwarzwaldes, wo sein Großvater 40 Jahre lang Bürgermeister war. Die Kommunalpolitik habe ihn bereits früh begeistert. Als Vorsitzender des Ortsverbandes Herrenberg und Gäu war er maßgeblich am Erfolg der Freien Demokraten bei der Kommunalwahl in Herrenberg beteiligt. Zum ersten Mal traten die Liberalen dort mit einer Liste für die Gemeinderatswahl an. Mit dem Adlerwirt Wilhelm Bührer stellt die FDP dort seit letztem Jahr nun einen Stadt- und Kreisrat.

Im Wahlkreis 06 haben die Freien Demokraten bei allen Wahlen stets überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen können. So war Heiderose Berroth 15 Jahre lang Abgeordneten für die FDP in diesem Wahlkreis, 2011 verfehlte sie nur knapp den erneuten Einzug in den Landtag.

Zwei Böblinger in den Landesvorstand der FDP gewählt

Allgemein, Presse | 17. Juni 2015

Kreisverband der Freien Demokraten stellt mit Andreas Knapp und Andreas Weik zwei Mitglieder im Vorstand der FDP Baden-Württemberg

<Balingen> Der Sindelfinger Stadt- und Kreisrat Andreas Knapp war auch dieses Jahr erneut als Mitglied des Tagungspräsidiums für die Gestaltung und den Verlauf des 113. Ordentlichen Landesparteitags der FDP Baden-Württemberg in der Stadthalle in Balingen verantwortlich. Er wurde zudem als Beisitzer im Landesvorstand der FDP bestätigt. Aus dem Kreisverband wurde außerdem der Stellvertretende Kreisvorsitzende sowie Vorsitzende des Ortsverbandes Herrenberg und Gäu, Andreas Weik, neu als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt.

von links nach rechts: Andreas Weik und Andreas Knapp

von links nach rechts: Andreas Weik und Andreas Knapp

Der Kreisverband Böblingen war mit 14 Delegierten wieder stark vertreten. Neben Knapp und Weik waren aus Weil der Stadt der Kreisvorsitzende, Hans Dieter Scheerer, sowie Norbert Floegel, delegiert. Auch der Aidlinger FDP-Gemeinderat, Daniel Alexander Schmidt, Dr. Thomas Fölster aus Grafenau und Thomas Schüle aus Weil im Schönbuch vertraten die Kreis-FDP. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Florian Toncar ist auch weiterhin für die Böblinger FDP als Delegierter auf den Parteitagen und die Stadtverbände Böblingen und Leonberg war jeweils mit drei Personen vertreten: Heidi Calaminus, Dr. Karl-Heinz Frank und Johannes Peltonen für Böblingen sowie Radegunde Schenk-Kern, Udo Grassmeyer und Bernd Schönwald für Leonberg.

Dr. Hans-Ulrich Rülke ist Spitzenkandidat zur Landtagswahl

Mit 95,5% wurde der Europaabgeordnete Michael Theurer als Landesvorsitzender bestätigt. Zum Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg nominierte der Parteitag den Vorsitzenden der FDP/DVP-Fraktion im Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL. Er griff in seiner Rede die aktuelle Landesregierung an: „Grün-Rot mischt sich dort ein, wo der Staat nichts zu sagen hat. Die Sozialisten in unserer Landesregierung sind der Auffassung, die Wirtschaft sei nicht selbst in der Lage für die Fortbildung der Mitarbeiter zu sorgen.“ Als zentrales Thema benannte Dr. Rülke die Bildungspolitik: „Wir wollen nicht eine Schule für alle Kinder, sondern für jedes Kind die richtige Schule. Es ist immer mehr zu spüren, dass dieses Land die Freien Demokraten braucht.“

Zudem richteten die Liberalen sich inhaltlich für die Wahl aus, nach einer umfangreichen Diskussion beschlossen sie das Wahlprogramm, mit dem sie nach Hamburg und Bremen auch in Baden-Württemberg einen weiteren Erfolg erzielen möchten.

„Schulfrieden statt Bildungschaos“ – Dr. Timm Kern zu Gast beim Quartal Liberal

Mehr Verlässlichkeit im Bildungssystem ist von allen Beteiligten gewünscht – so der Tenor der Veranstaltung „Quartal Liberal“ des FDP Ortsverbandes Herrenberg/Gäu im Landgasthof Adler in Herrenberg. Als Referent war der bildungspolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion Dr. Timm Kern zu Gast.

11181957_946108802095723_4483308645976886362_nDiskussionsgrundlage war ein Impulspapier der FDP/DVP-Landtagsfraktion, das im vergangenen Oktober eingebracht wurde. Unter dem Titel „Für mehr Freiheit und Eigenverantwortung in unserem Bildungswesen – Ein liberales Schulkonzept als Diskussionsgrundlage für einen stabilen Schulfrieden in Baden-Württemberg“ legte die Fraktion ein Konzept für einen parteiübergreifenden Schulfrieden vor, um mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit ins Bildungssystem von Baden-Württemberg zu bringen. Die Liberalen setzen sich dafür ein, die Verantwortung vor Ort zu verankern, da die am Bildungswesen Beteiligten am besten entscheiden könnten, welcher Schulstandort erhalten bleiben solle oder welches pädagogische Konzept für die Schülerinnen und Schüler am besten sei. Dazu gehören auch die gleichen finanziellen Ressourcen für alle Schulen, um einen fairen Bildungswettbewerb zu gewährleisten. Es gab bereits ein erstes Gespräch zum Schulfrieden zwischen der FDP, der SPD und Vertretern der Grünen. Auf eine Einladung zu weiteren Gesprächen warten die Freien Demokraten bisher noch vergeblich.

In seinen Erläuterungen führte der ehemalige Gymnasiallehrer Dr. Timm Kern verschiedene Punkte aus, die in der derzeitigen Diskussion wichtige Aspekte darstellen:

Einen weiteren Ausbau von Gemeinschaftsschulen ohne eine Evaluation hält Dr. Timm Kern nicht für sinnvoll. „Ich würde den bestehenden Gemeinschaftsschulen gerne mehr pädagogische Freiheiten einräumen und auch differenzierte Kurse zulassen“, so der stv. Fraktionsvorsitzende Dr. Timm Kern, „eine Rückabwicklung halte ich für nicht sinnvoll, aber Gemeinschaftsschulen sollten nicht weiter wie bisher finanziell privilegiert werden. Wir sind für einen fairen Wettbewerb zwischen den Schulen und möchten es auch den anderen Schulen ermöglichen, sich zu beweisen.“

Für eine Kommune ist ein Schulstandort ein sehr wichtiger ordnungspolitischer Punkt, der auch für die Identifikation der Kommune und bei möglichen Zuzügen eine wichtige Rolle spielt. Die Freien Demokraten schlagen vor, flächendeckend sogenannte Bildungsregionen einzurichten, in denen alle Beteiligte gemeinsam sich einer regionalen Schulentwicklung stellen und über Standorte und Schultypen entscheiden. Die Kannibalisierung zwischen Kommunen in einem Kreis hätte somit ein Ende. Viele Bürgermeister entscheiden sich nur aus finanziellen Anreizen und zur Erhaltung des Schulstandortes für eine Gemeinschaftsschule, berichtet Dr. Timm Kern aus den vielen Gesprächen vor Ort.

11019463_946108455429091_6745472450271695636_nDie Situation hat sich vielerorts durch die überhastete Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung weiter verschärft und die Zahlen der Sitzenbleiber sind massiv angestiegen. „Was bedeutet es für einen jungen Menschen, wenn er gleich auf der weiterführenden Schule demotiviert wird und nur schlechte Noten zurückbekommt“, fragte der Pädagoge Dr. Timm Kern. Ein Anstieg der Sitzenbleiberzahlen an manchen Schulen von 300 Prozent an den Gymnasien und bis zu 500 Prozent an den Realschulen ist für Dr. Timm Kern eine sehr erschreckende Entwicklung. Auch die Zuhörer und Zuhörerinnen zeigten sich sichtlich geschockt.  „Wir fordern, dass die Beratungs- und Förderangebote weiter ausgeweitet werden und sich die weiterführende Schulen die Grundschulempfehlung zeigen lassen dürfen“, erklärt Dr. Timm Kern, „falls dies jedoch die Sitzenbleiberzahlen nicht wieder deutlich und nachhaltig  senkt, scheuen wir uns auch nicht, die Grundschulempfehlung zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzuführen.“ Zugleich will die FDP aber die Letztentscheidung über die Aufnahme eines Schülers oder einer Schülerin in die Verantwortung der jeweiligen weiterführenden Schule geben.

Die größtmögliche Wahlfreiheit bei der Ganztagesschule ist für Dr. Timm Kern ebenfalls ein zentrales Thema. Eltern sollen die Möglichkeit haben auf Wunsch ihre Kinder nachmittags zu Hause zu betreuen oder sie selbst zum Musik- oder Sportunterricht zu bringen. Eine verpflichtende Form der Ganztagesbetreuung ist für die Freien Demokraten eine Einschränkung, die sie nicht hinnehmen wollen. Deshalb hat die FDP/DVP-Landtagsfraktion zu diesem Thema auch einen eigenen Gesetzesentwurf eingebracht.

In der anschließenden lebhaften Diskussion wurden noch viele weitere wichtige Themen angesprochen, die die Menschen derzeit bewegen. Alle Teilnehmer waren sich einige, dass ein differenziertes Bildungssystem am besten auf die einzelnen Bedürfnisse und Talente der Schülerinnen und Schüler Baden-Württembergs eingehen kann. Eine Schule für alle Kinder und die Abschaffung von Hürden wie Noten und Sitzenbleiben, lehnen die Freien Demokraten ab, denn in den Schulen sollen die Kinder auf uíhr weiteres Leben vorbereitet werden. „Wir Freien Demokraten werden die Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs am Wahltag darüber abstimmen lassen, ob sie unser Modell für mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit im Schulwesen haben wollen oder weiterhin je nach Regierungsbeteiligung dramatische Umschwünge im Bildungssystem“, so der Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern abschließend.

Hermann-Hesse-Bahn und kein Ende

Allgemein, Presse | 5. Mai 2015

Die Emotionen bezüglich der Umsetzung – oder Nicht-Umsetzung – der Hermann-Hesse-Bahn kochen immer noch hoch.

Minister, Landräte, Bürgermeister, Bürgerinitiativen – jeder meldet sich zu Wort, jeder weiß es besser und jeder behauptet Recht zu haben. Eine Versachlichung der Diskussion ist dringend notwendig.

Festzuhalten ist, dass der Landkreis Calw bzw. Landrat Rieger, den Kreis Calw mit der Hermann-Hesse-Bahn an den öffentlichen Schienenverkehr der Region Stuttgart anbinden möchte. Ein – zunächst einmal – nachvollziehbares Ansinnen. Die Art und Weise, wie dies durchgesetzt oder wie dieses verhindert werden soll, ist wenig sachdienlich. Unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung eines solchen Projektes ist zunächst, dass sich dieses auch wirtschaftlich darstellen lässt. Letztendlich zahlen immer wir als Bürger. Unabhängig welche Instanz Gelder zur Verfügung stellt, seien es die Gemeinden, die Landkreise oder das Land, es ist immer unser Geld. Wir als Bürger können erwarten, dass mit unserem Geld sorgsam umgegangen wird.

Aus diesem Grunde erwarte ich, dass eine Diskussion auf akzeptablem Niveau und auf sachlicher Basis geführt wird. Dazu gehört, dass derjenige, der das Projekt will, die ihm vorliegenden Zahlen und Daten offen legt und bekannt gibt und seine Schlussfolgerungen allen Beteiligten zur Verfügung stellt. Offene Kommunikation und dadurch Betroffene zu Beteiligten machen, ist hier oberstes Gebot.

Die Ermittlung der Verkehrsflüsse aus dem Landkreis Calw in Richtung Böblingen ist Grundvoraussetzung für die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Ausgehend von diesen Zahlen sind dann sog. Abschöpfungsquoten zu definieren, nämlich wie viele Personen würden diesen Zug auf welchen Streckenabschnitten nutzen. Ausgehend von diesen Fahrgastzahlen sind dann mögliche Einnahmen zu berechnen. Parallel sind die Gesamtinvestitionen zu ermitteln, einmal für die Erstinvestition und zum anderen für den laufenden Betrieb.

Diese Zahlen sind ins Verhältnis zu setzen, um dann ausgehend von diesem Verhältnis zu entscheiden, ob es wirtschaftlich Sinn macht, die Hermann-Hesse-Bahn zu bauen oder nicht.

Ausgehend von diesen Zahlen muss dann diskutiert werden, ob eine Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Schwarzwaldbahn wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht. Parallel dazu sollten dann auch Alternativen diskutiert werden, wie z.B. eine Intensivierung der Express-Buslinie von Weil der Stadt nach Calw. Gegebenenfalls auch andere Alternativen. Eine ergebnisoffene Diskussion muss möglich sein.

Ich kann jedem der beteiligten Politiker nur raten, Entscheidungen erst zu treffen, wenn dieses Zahlenmaterial insgesamt offen gelegt. An diesem Beispiel wird sich zeigen, ob die Politik des Gehörtwerdens auch wirklich ernst gemeint ist.

 

Hans Dieter Scheerer

Kreisvorsitzender FDP
Kreisverband Böblingen

Margarete Helmes wird Ehrenmitglied der FDP

Bei der Kreismitgliederversammlung wählten die Freien Demokraten ihre langjährige Stadt- und Kreisrätin zum Ehrenmitglied

<Leonberg> Zu einem besonderen Anlass haben der Kreisvorsitzende der FDP, Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt, sowie der Leonberger Stadtverbandsvorsitzende, Udo Grassmeyer, in das Alte Rathaus nach Leonberg-Eltingen eingeladen. Die Liste der Ehrengäste war lang, dies sei ein Zeichen des umfangreichen und vielfältigen Engagements von Margarete Helmes. Neben dem ersten Bürgermeister von Leonberg, Dr. Ulrich Vonderheid, war auch der Landrat des Landkreises Böblingen, Roland Bernhard, erschienen, um Helmes mit einem Blumenstrauß seinen Dank für ihre Leistungen auszudrücken. Viele weitere ihrer Weggefährten sind zu ihrer Ehrung gekommen, so auch Heiderose Berroth, mit der sie zusammen im Hospiz und Kreistag gewirkt hat, aber auch die Leonberger Stadträte Margarete Joch und Prof. Dr. Dieter Maurmaier sowie Ursula Schmidt, die für die FDP im Höfinger Ortschaftsrat sitzt.

DSC_0401Nachdem Helmes vor kurzem ihren 80. Geburtstag gefeiert hat beschlossen die Liberalen im Kreis, ihrer langjährigen Parteifreundin ein außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk zu machen. So wählten die über 30 anwesenden Freien Demokraten sie einstimmig zum ersten Ehrenmitglied des Kreisverbandes.

Scheerer führte in seiner Begrüßung aus, dass Helmes für ihn und auch für viele andere immer schon ein Vorbild gewesen sei. Sie sei stets ruhig und gelassen, verstehe es aber auch ihre Vorstellungen konsequent durchzusetzen. Ihr Handeln war immer geprägt von Menschlichkeit. Scheerer bedankte sich im Namen des Kreisverbandes für das langjährige und tolle Engagement von Helmes und überreichte ihr neben einem Blumenstrauß noch eine frisch aus der Druckpresse von Walter Hörnstein gefertigte Lithografie, die das Abendmahl mit Jesus Christus auf eine moderne Art darstellt.

Geehrt wurde die Jubilarin von Pascal Kober. Er ist stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg, ehemaliger Bundestagsabgeordneter sowie als Standortpfarrer der zuständige Militärseelsorger der Evangelischen Landeskirche in Stetten am kalten Markt und Pfullendorf. Er ging bei seiner Laudatio vor allem auf die umfangreiche Tätigkeit im sozialen Bereich von Helmes ein: „Ihr persönliches ehrenamtliches Engagement war wesentlich an den Prinzipien: Bildung und Ermutigung, Selbstbestimmung, Freiheit und Prävention orientiert.“
Helmes war von 1981 bis 1999 für die FDP im Leonberger Gemeinderat sowie von 1989 bis 2009 im Böblinger Kreistag. Sie war neben ihren kommunalpolitischen Tätigkeiten auch acht Jahre im Vorstand der Lebenshilfe, für die Sprachhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund an der Spitalschule, für „Pro familia“ sowie 15 Jahre als Vorsitzende des Vorstands der Familienbildungsstätte und 25 Jahre in der Migrations- und Integrationsarbeit ehrenamtlich engagiert. Zudem war sie maßgeblich an der Gründung des Hospizes in Leonberg beteiligt.

DSC_0434Das Engagement von Helmes sei beispielhaft für einen „ermutigenden Sozialstaat“, der es sich zur Aufgabe mache, die Menschen dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und auszubilden um sie für sich und andere einzusetzen. Dabei sei es das Ziel der Freien Demokraten die staatlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass jeder Mensch das tun und werden kann, was er gerne möchte. „Andere politische Philosophien denken zu wenig vom Können und dessen Ausbildung her und konzentrieren ihre sozialpolitischen Bemühungen zu sehr auf die Verbesserung der Versorgung innerhalb der Notlage, statt in Richtung auf die selbstbestimmte Überwindung der Notlage“, meinte Kober. So sei die Ausweitung staatlicher Systeme und die Erhöhung der Regelungsdichte durch neue Gesetze und Verordnungen nicht der richtige Weg zur Lösung von sozialen Problemen. Besser sei ein Sozialstaat der das Ziel der Selbstbestimmung und Freiheit jedes Menschen in möglichst allen Lebenslagen zum Leitbild erhebt.

Sowohl der Landrat, wie auch Dr. Vonderheid würdigten die Leistungen von Helmes, die mit Ruhe und Beharrlichkeit sehr konsequent die Vorstellungen von einer liberalen und menschlichen Gesellschaft verfolgte und durchsetzte.

Helmes war deutlich erkennbar gerührt, ob der vielen Danksagungen und bedankte sich sehr herzlich und versprach noch lange für die FDP im Kreis da zu sein. Sie hofft, dass ihr dies viele gleichtun werden. „Ermutigen Sie die jungen Menschen sich einzubringen und einzumischen“, so die Bitte von Helmes zum Schluss der Versammlung.

FDP-Chef Scheerer bewirbt sich als Landtagskandidat

Allgemein, Presse | 8. April 2015

Der Kreisvorsitzende der FDP, Hans Dieter Scheerer, bewirbt sich als  Kandidat für die Landtagswahl im März 2016

<Weil der Stadt> Bei der letzten Vorstandssitzung des FDP Kreisverbandes kündigte deren Vorsitzender, Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt, seine Kandidatur für die Landtagswahl im Wahlkreis 6 an. Dieser besteht aus Leonberg, Herrenberg und reicht über Aidlingen und Weil der Stadt bis nach Grafenau.

Scheerer ist in Herrenberg-Kuppingen aufgewachsen und vor rund 25 Jahren nach Weil der Stadt gezogen. Er ist 57 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Mit seiner Kandidatur verbindet er ein übergeordnetes Ziel: „Mit Menschlichkeit und Verstand werde ich mich im Landtag für eine rationale und vernünftige Politik einsetzen. Politische Entscheidungen müssen aufgrund der Sachlage und nicht aufgrund von Emotionen oder ideologischem Denken getroffen werden.“

Hans Dieter Scheerer

Hans Dieter Scheerer

Scheerer hat nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen bei der Unternehmensgruppe Kriegbaum zunächst als Assistent der Geschäftsführung und dann als Leiter der Rechtsabteilung gearbeitet. Nach dem Verkauf von Kriegbaum an die Metro AG war er bei der Metro Tochter, der extra Verbrauchermärkte, Leiter der Rechts- und Immobilienabteilung, anschließend Leiter der Immobilienabteilung von extra und Real, danach wurde er zum Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft der EDEKA in Hamburg berufen.

Seit fünf Jahren ist er als selbstständiger Rechtsanwalt in eigener Kanzlei in Weil der Stadt tätig. Außerdem ist Scheerer seit über 20 Jahren Lehrbeauftragter an der DHBW Stuttgart. Als Dozent lehrt er dort strategische Unternehmensführung sowie den Rechtsrahmen des Handelsmanagements. Er hat bereits zahlreiche Positionen innerhalb der FDP ausgeübt und war auch lange Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender sowie Kreis- und Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen. Er ist seit über 35 Jahren Mitglied der FDP.

Voraussichtlich im späten Frühjahr werden die wahlberechtigten Mitglieder dieses Wahlkreises bei einer Konferenz offiziell über die Kandidaten der FDP entscheiden. Scheerer tritt hierbei als Erstkandidat an. Früher war er bereits drei Mal Zweitkandidat für den Landtag.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gibt es keine Parteilisten, statt dessen werden in jedem Wahlkreis separat Kandidaten aufgestellt. Sollte der gewählte Erstkandidat während der Amtszeit von fünf Jahren ausscheiden, rückt der Zweitkandidat des gleichen Wahlkreises nach.

Andreas Weik

Andreas Weik

Als Zweitkandidat hat der Renninger Spezialist für Kranken- und Pflegeversicherungen Andreas Weik (34) seine Kandidatur signalisiert. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Demokraten und der Jungen Liberalen, war bereits Wahlkampfleiter für den ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Florian Toncar. „In den vergangenen Jahren konnte ich in unterschiedlichen Funktionen und Ehrenämter, mitunter auch in den Wahlkämpfen, viele Erfahrungen sammeln, die ich nun an dieser Stelle mit einbringen möchte“, erklärte Weik bei der Vorstandssitzung. Weik ist zudem Vorsitzender des FDP Ortsverbandes Herrenberg und Gäu und Mitglied im Vorstand des FDP Bezirksverbandes Region Stuttgart. Bis Ende vergangenen Jahres war er außerdem Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Nordwürttemberg.

Der Vorstand begrüßte die Kandidatur der beiden Liberalen: „Im Wahlkreis Leonberg haben wir Freien Demokraten stets überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt und konnte fast immer einen Landtagsabgeordneten stellen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Hans Dieter Scheerer auch 2016 wieder einen FDP-Abgeordneten im Kreis haben werden“, so der Aidlinger Gemeinderat und Pressesprecher des Kreisverbandes, Daniel Alexander Schmidt. Der Sindelfinger Stadt- und Kreisrat, Andreas Knapp, ergänzt: „Zwei so engagierte Wahlkämpfer mit langjähriger Berufserfahrung in der freien Wirtschaft wären die optimalen Kandidaten für unsere Partei der Freiheit und Verantwortung. Baden-Württemberg ist das Stammland der Liberalen, wir sind sehr optimistisch und werden Hans Dieter Scheerer mit aller Kraft unterstützen.“

Aidlinger FDP-Gemeinderat zu Gast bei den schottischen Liberalen

Daniel Alexander Schmidt zu Gast beim Vorsitzenden der Liberal Democrats im Parlament in Edinburgh

Edinburgh/Böblingen Im Vereinigten Königreich ist der Liberale Nick Clegg stellvertretender Premierminister, in Schottland ist Willie Rennie der Vorsitzende der Liberal Democrats. Die Partei ist zusammen mit der FDP im Verband Liberale Internationale und auch in der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Rennie, der 2006 bis 2010 Abgeordneter im britischen Parlament in London war, ist seit 2011 Mitglied des schottischen Parlaments und seitdem auch der Vorsitzende der Liberalen in Schottland. Er lud Schmidt zu sich ein um mit ihm über die Situation in Schottland und gemeinsame Themen zu sprechen. Zusammen mit seinem italischen Studienkollegen, Edoardo Salvadeo, folgte er dieser Einladung sehr gerne.

Die Unabhängigkeitsabstimmung in Schottland

Zu sehen sind v.l.n.r Edoardo Salvadeo, Willie Rennie und Daniel Alexander Schmidt

Zu sehen sind v.l.n.r Edoardo Salvadeo, Willie Rennie und Daniel Alexander Schmidt

Der Ausgang der Volksabstimmung habe Rennie sehr gefreut. Auch er habe sich dafür eingesetzt, dass Schottland ein Teil des Vereinigten Königreichs bleibt: „Wir Liberalen sind zwar immer dafür so viel wie möglich Verantwortung an die einzelnen Länder und Gemeinden abzugeben, jedoch ist eine komplette Abspaltung nicht die Lösung.“ Die Vorteile des weiterhin bestehenden, gemeinsamen Staates von England, Wales, Nordirland und Schottland überwiegen für ihn. So sei beispielsweise das Gesundheitssystem gemeinsam effektiver, genauso wie die Außen- und Wirtschaftspolitik. Das britische Pfund Sterling und die Union mit den anderen Staaten des Königreiches sind der Hauptgrund dafür, dass große Unternehmen wie die Royal Bank of Scotland ihren Hauptsitz weiterhin in Schottland belassen und nicht nach London verlegen, da dort eigentlich der wichtigste Finanzplatz Europas liege. Der Großteil der Schotten sah das genauso, mit 55,3% haben sie gegen die Unabhängigkeit gestimmt. Schmidt ist für jede Gemeinderatssitzung in Aidlingen auf eigene Kosten ein paar Tage nach Hause gereist, konnte aber trotzdem die Debatten und die Unabhängigkeitsabstimmung vor Ort miterleben. Er war besonders beeindruckt von dem großen Interesse beinahe aller Schotten an der Abstimmung und der Wahlbeteiligung von 84,6%, die einen Rekord im Land darstelle.

Für ein gemeinsames Europa

Zusammen werden die Liberalen alles dafür geben, die Europäische Union zu stärken und stabil zu halten. Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien gibt es Parteien die sehr europakritisch seien und am liebsten austreten würden. Es gelte den Friedensgarant EU zu sichern: „Wir müssen den Menschen erklären, dass die Europäische Union Arbeitsplätze bedeutet, dann wird es auch weniger Kritiker geben“, so Rennie. Als Italiener findet Salvadeo es unverständlich, dass in Deutschland jemand gegen den Euro sein kann, da Deutschland besonders von der Währung profitiere. Verwundert sei er auch, dass es europakritische Briten gibt: „Die Freihandelszone der Europäischen Union nutzt allen Mitgliedsstaaten. Wir wünschen uns in Italien auch so eine niedrige Arbeitslosigkeit wie in Deutschland oder im Vereinigten Königreich, die EU ist der Schlüssel dazu“, so Salvadeo. Schmidt unterstrich die Bedeutung Europas am Beispiel der Freizügigkeit. Ohne Visa oder Aufenthaltsbeschränkungen für ein Auslandssemester oder wie Salvadeo für ein ganzes Masterstudium in Schottland Leben zu können sei für Schmidt eine unvergleichliche Erfahrung, die er allen Studenten empfehlen möchte. Man könne sich aussuchen wo man leben, studieren und arbeiten möchte, dies ist eine große Freiheit die es für ihn zu bewahren gilt.

Solidarität unter Liberalen

2015 wird im Vereinigten Königreich das Parlament in London neu gewählt. Dafür seien Rennie und seine Parteifreunde bereits jetzt im Wahlkampf. Beispielsweise im Wahlkreis Edinburgh West hält der Liberale Mike Crockart das Mandat. Schmidt half vor Ort um von Haus zu Haus die Bürger zu überzeugen auch bei der nächsten Wahl ihren proeuropäischen Abgeordneten weiterhin zu unterstützen. „Sehr gerne habe ich geholfen und konnte viel darüber lernen wie im Vereinigten Königreich um Wählerstimmen geworben wird, bei uns in Baden-Württemberg ist die entscheidende Wahl 2016, bei der wir mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis rechnen“, so der Kreisvorsitzende der Böblinger Jungen Liberalen und Pressesprecher des FDP-Kreisverbandes, Schmidt, zum Abschied zu seinen schottischen Kollegen.

Etwas zum Schmunzeln…

Quelle: Bericht vom 14. Februar 2015 mit freundlicher Genehmigung der Kreiszeitung Böblinger Bote (http://www.bb-live.de/krz_1_0_Home.html)

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Hamburg bekommt Wahlkampfunterstützung aus dem Kreisverband

An diesem Wochenende sind Freie Demokraten aus dem ganzen Bundesgebiet nach Hamburg gekommen, um die Hamburger FDP im Bürgerschaftswahlkampf zu unterstützen. Auch Andreas Weik, Stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender und Vorsitzender des Ortsverbandes Herrenberg und Gäu, reiste aus Renningen an, um vor Ort mitzuhelfen.

Andreas Weik mit der Spitzenkandidatin der Hamburger FDP Katja Suding

Andreas Weik mit der Spitzenkandidatin der Hamburger FDP Katja Suding

Startschuss war eine gemeinsame Aktion am Hamburger Hauptbahnhof, wo rund 400 Freie Demokraten Luftballons in die Luft haben steigen lassen. Daran befestigt: Ziele, für die sich die Elbliberalen einsetzen. Anschließend machten sich die eifrigen Helfer auf in den Straßenwahlkampf.

In einer Woche wird in Hamburg gewählt. Laut aktuellen Prognosen stehen die Chancen gut,
dass die FDP wieder in die Bürgerschaft einzieht.

„Leonberg ist eine stabile Burg für die FDP“ – Fraktionsvize der FDP/DVP im Landtag sowie Erster Bürgermeister von Leonberg zu Gast beim Neujahrsempfang der Freien Demokraten

Allgemein, Ortsverband Leonberg, Presse | 3. Februar 2015

Im voll besetzten Stadtmuseum begrüßte der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt, gemeinsam mit dem Leonberger Stadtverbandsvorsitzenden, Udo Grassmeyer, die anwesenden Gäste und Redner.

von links nach rechts: Udo Grassmeyer, Jochen Haußmann MdL, Dr. Ulrich Vonderheid und Hans Dieter Scheerer

von links nach rechts: Udo Grassmeyer, Jochen Haußmann MdL, Dr. Ulrich Vonderheid und Hans Dieter Scheerer

Den Beginn machte der Erste Bürgermeister von Leonberg, Dr. Ulrich Vonderheid: „Leonberg ist eine stabile Burg für die FDP“. Er ermutigt die Freien Demokraten, dass sie weiterhin auch in schwierigen Zeiten, die Fahne hoch halten sollen. Seine Krawatte in Magenta habe er farblich passend zur neuen, dritten Farbe der FDP ausgewählt, scherzte Vonderheid. Gleichzeitig findet er auch ernste Worte und beklagt extreme Positionen von AfD und Pegida, die ausländerfeindlich seien. Dahingegen beschäftigen sich die Liberalen mit Notwendigkeiten, die in unserer Gesellschaft gelöst werden müssen. Vonderheid ermutige die FDP den Kurs der Sachlichkeit und Demokratie weiterzufahren. Er sei sich zu 100% sicher, dass der Neustart der Freien Demokraten gelinge.

Die Neujahrsansprache hat Jochen Haußmann, stellvertretender Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg, gehalten. Er ist zudem Mitglied des Kreistages im Rems-Murr Kreis. Aufgrund der dort gemachten Erfahrungen empfiehlt er den Anwesenden, sie sollen bei der Flugfeldklinik darauf achten, dass Kabel und Bodenplatten richtig verbaut werden. Fehler hierbei haben in seinem Kreis zu Mehrkosten von 30 Millionen Euro geführt. Im Landtag setzte er sich dafür ein, dass die Grund-, Regel- und Notversorgung auch in nicht wirtschaftlichen Kliniken erhalten bleibe.

Die von der aktuellen Landesregierung geplante Erweiterung der Hermann-Hesse-Bahn beurteilte auch Haußmann sehr kritisch. Außerdem beklagt Haußmann die Verkehrspolitik von grün-rot: „Die Landesregierung darf nicht nur auf Rad- und Fußwege setzen. Baden-Württemberg benötigt eine gute Infrastruktur, dazu zählen auch weitere Straßen.“

Auch die Arbeit der Bundesregierung kritisiert er scharf. So sei der Mindestlohn in seiner aktuellen Form ein „Bürokratiemonster“. Die 1.600 Stellen zur Kontrolle des Mindestlohns werden laut Haußmann nicht ausreichen. Auch die geplante Arbeitsstättenverordnung sei den Unternehmern nicht zuzumuten. Er hoffe, dass diese noch abgewendet werden kann. Ein Beispiel für deren Realitätsferne sei das Vorhaben der Bundesregierung durch diese Verordnung zu bestimmen, dass jede Toilette eines Betriebes ein Fenster haben müsse. 

Zudem sei die Rente mit 63 ein großer Fehler. Die deutsche Bevölkerung sei im Schnitt 7 Jahre älter als in Amerika und sogar 16 Jahre älter als in der Türkei. Hinzu komme, dass die Rente mit 63 den Steuerzahler mindestens 8 Mrd. Euro bis 2017 kosten werde. Er schließte seine Rede wieder mit einem landespolitischen Thema. Baden-Württemberg sei unter den ersten drei Ländern mit der höchsten Verschuldung. Trotz hoher Steuereinnahmen mache die Landesregierung wieder im großen Stil neue Schulden, Haußmann vermutet auf Vorrat, um vor der Landtagswahl Geschenke verteilen zu können. „Wir dürfen unseren Kindern keinen Schuldenberg hinterlassen und so ihre Handlungsfähigkeit zu unserem Vorteil einschränken“, so der dreifache Vater am Ende seiner Rede.

Anmerkung: Der Leonberger Stadtverband ist nicht nur der mitgliederstärkste der FDP im Kreis Böblingen, auch sind die Wahlergebnisse für die Freien Demokraten in Leonberg immer überdurchschnittlich.