Großer Andrang beim Bürgerempfang der FDP-Landtagsfraktion im Klösterle

Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Rülke macht Mut für die Landtagswahl im Jahr 2016
Wenn wegen des Besucherandrangs noch weitere Stühle herbeigeschafft werden müssen, dann freuen sich die Gastgeber – so die Abgeordneten Rülke, Goll, Kern und Haußmann der FDP-Landtagsfraktion beim abendlichen Bürgerempfang im wunderschön hergerichteten Klösterle in Weil der Stadt. Rund 100 Besucher durfte der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke begrüßen.

Dr. Ulrich Goll, Jochen Haußmann, am Rednerpult: Hans Dieter Scheerer


Rülke zeigte sich überzeugt, dass die baden-württembergische FDP im Stammland der Liberalen bei den nächsten Landtagswahlen im Jahr 2016 wieder erstarken werde. Denn die FDP habe in Baden-Württemberg eine immer noch stabile kommunale Verankerung, wie die letzten Wahlen gezeigt hätten.
Die baden-württembergische Landesregierung tue viel, was sich zum Schaden des Landes und seine Bürger auswirke, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. So gebe es einen Verkehrsminister, der sich mehr für Rad-Autobahnen interessiere als für gut ausgebaute Straßen zur Stärkung der Infrastruktur im Land. Auch auf die regionalen Verkehrsprobleme von Weil der Stadt ging Rülke ein. Er unterstützte die Forderung der Stadt und ihrer Bürger, die Hermann-Hesse-Bahn nur zwischen Calw und Weil der Stadt zu reaktivieren. Denn eine Weiterführung bis Renningen könnte das bisher schon auf Kante genähte S-Bahnnetz überfordern.
GästeBeim Thema Finanzpolitik kritisierte Hans-Ulrich Rülke, dass Finanzminister Schmid (SPD) sich schon jetzt für eine angekündigte Netto-Null-Verschuldung im Jahr 2016 feiern lasse, aber im Jahr 2015 weitere 768 Millionen Euro neue Schulden aufnehme. Dies sei unseriös. Baden-Württemberg könnte, so Rülke, aufgrund der Rekord-Steuermehreinnahmen sogar Altschulden tilgen – Bayern mache es vor. Mit einem von der FDP-Landtagsfraktion auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf zur Verankerung einer Schuldenbremse in der Landesverfassung werde man Grün-Rot in einer der nächsten Parlamentsdebatten testen, ob die Ankündigung einer Netto-Null für das Jahr 2016 seriös sei. Nicht nur im Jahr 2016, sondern auch in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2020 dürfen nach dem Gesetzentwurf der FDP keine neuen Schulden mehr aufgenommen werden, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Rülke: „Wir sind gespannt, wie die grün-rote Regierungskoalition abstimmen wird.“
Rülke kündigte für den Bereich der Schulpolitik an, dass die FDP im Falle einer Regierungsbeteiligung ab dem Jahr 2016 nicht alles rückabwickeln werde. Für die Gemeinschaftsschulen gelte beispielsweise, dass sie sich mit den anderen Schularten im Wettbewerb bei gleichen finanziellen Bedingungen messen lassen müssen. „Wir Liberalen wollen, dass die Entscheidungsträger vor Ort darüber entscheiden, wie die Schullandschaft organisiert wird. Wir wollen unser vielgliedriges, differenziertes Schulsystem im Sinne eines Schulfriedens erhalten – das gilt auch für die beruflichen Schulen, Realschulen und Gymnasien.“

Dr. Ulrich Goll, Jochen Haußmann, Hans-Ulrich Rülke, Thilo Schreiber (Bürgermeister)


Bürgermeister Schreiber bedankte sich in seinem Grußwort für den Besuch in Weil der Stadt und skizzierte sehr kurz und prägnant die Geschichte der ehemals freien Reichsstadt auf und verwies auf die aktuellen Probleme der Kommunen in Baden-Württemberg. Neben der finanziell schlechten Situation vieler Städte, auch Weil der Stadt, betonte Schreiber, dass gerade die Flüchtlingssituation den Kommunen zu schaffen mache und hier das Land mehr unterstützen müsse. Hans Dieter Scheerer, Kreisvorsitzender der FDP in Böblingen und Weil der Städter stellte fest, dass bei 100 Teilnehmern die FDP doch noch gehört wird und bei 15 kommunalen Mandatsträgern im Kreis Böblingen die FDP sich auch weiterhin Gehör verschaffen wird, aber auch zuhören und auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen wird.
©Daniel Alexander Schmidt

Empfang zum 35-jährigen Gründungsjubiläum des FDP Ortsverbandes Herrenberg/Gäu

Am 18. Oktober 1979 wurde der FDP Ortsverband Herrenberg und Gäu neu gegründet. Zwar gab es auch in den Jahren zuvor immer wieder eine liberale Stimme im Gäu, doch die offizielle Versammlung fand, im Auftrag des Kreisverbandes Böblingen, zum besagten Datum statt.
Aus Anlass dieses halbrunden Geburtstages lud der FDP Ortsverband am Dienstagabend zu einem Empfang in den Klosterhof.

Andreas Weik und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Andreas Weik und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Der Ortsvorsitzende Andreas Weik gab einen kurzen Rückblick über wesentliche Ereignisse des Jahres 1979: in Großbritannien wurde Margaret Thatcher Regierungschefin, Mutter Theresa erhielt den Friedensnobelpreis, im Iran wurde die islamische Republik durch Khomeini ausgerufen, sowjetische Truppen marschierten in Afghanistan ein.
35 Jahre und 7 Ortsvorsitzende später hat sich auch im Ortsverband einiges getan. So blicken die Liberalen auf eine ereignisreiche Historie zurück. So hob Weik hervor, dass es der hiesige Ortsverband war, der 1981 den Grundstein für die heutige Straßengalerie legte. Als prägendes Jahr bezeichnete er das Aktuelle. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wir haben gezeigt, dass wir immer wieder für eine Überraschung gut sind“. Mit der ersten eigenen Gemeinderatsliste für Herrenberg habe man sich dem Negativtrend gestellt und wurde mit einem Mandat belohnt.
Unter den Gästen befanden sich einige Mitglieder der frühen Jahre, darunter Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des FDP Kreisverbandes Alfred Semmler. Hans-Dieter Scheerer, ebenfalls ein Mitstreiter der frühen Jahre und mittlerweile Kreisvorsitzender der FDP Böblingen, richtete ein Grußwort an die Gäste.
Als Festrednerin konnte Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann gewonnen werden. Frau Strack-Zimmermann ist stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und seit 2004 im Rat der Stadt Düsseldorf.
Kernpunkt des feierlichen Empfangs war die Festrede von Dr. Strack-Zimmermann. „Wir dürfen nicht zurückschauen, sondern müssen uns auf die Zukunft konzentrieren“, lautete der einleitende Satz. In ihrer Rede mit dem Thema „Soziale Kälte in der FDP?“ stellte sie mit prägnanten Beispielen aus Düsseldorf dar, wie eng Gesellschaftspolitik mit Sozialpolitik verbunden ist. „Nur wer wirtschaftlich gut kalkuliert, kann auch nachhaltige Sozialpolitik betreiben!“ Auch das von ihr selbst aufgeworfene Thema der Eigenmarke FDP durfte nicht fehlen. So stellte sie klar, dass über die FDP als Marke zu diskutieren bedeutet, darüber nachzudenken, wir diese für die Gesellschaft wieder attraktiv wahrgenommen wird.
Nach einer abschließenden Diskussionsrunde blieb genügend Zeit um lokale Köstlichkeiten zu genießen und sich mit Frau Strack-Zimmermann auszutauschen.

Ist die Staubsaugerverordnung der EU eine „gute Nachricht“?

Im Evangelischen Gemeindeblatt vom 24. August 2014 wurde die Verordnung der EU zur Beschränkung der elektrischen Leistungsaufnahme von Staubsaugern verbunden mit einem zukünftigen Verkaufsverbot für heute übliche Staubsaugergrößen als die „Gute Nachricht“ angepriesen.
Der Vorsitzende des Ortsverbandes Weissach-Rutesheim-Renningen nahm dazu in einem Leserbrief Stellung:

Die „gute Nachricht“ (Evangelisches Gemeindeblatt Nr. 34, 24.08.14, veröffentlicht in Nr. 37, 14.09.14)
Jeder, der sich mit Technik auskennt, weiß, dass die Saugleistung eines Staubsaugers direkt von der elektrischen Leistung multipliziert mit dem Wirkungsgrad abhängt. Der Wirkungsgrad ist allerdings nur in sehr engen Grenzen beeinflussbar. Die Aussage von Ines Oehme ist also ziemlich unsinnig. Bei reduzierter elektrischer Leistung steigt die Zeit, die zum Staubsaugen benötigt wird, entsprechend. Wo bleibt die Energieeinsparung? Die äußerst unbedeutende Rolle des Staubsaugens auf den deutschen Energiebedarf kann sich jeder selber bestimmen, wenn er ausrechnet, wie lange ein Staubsauger tatsächlich durchschnittlich pro Tag in seinem Haushalt in Betrieb ist. Dabei ist die Nennleistung nur bei der seltenen Vollast gefragt.
Die EU ist ein Friedensprojekt für das Zusammenleben der Menschen in Europa. Ziel sollte nicht sein, den Menschen im Alltag ihr Verhalten vorzuschreiben, vor allem, wenn es sich um solch unsinnigen Einschränkungen handelt. Wo bleibt die Luthersche Freiheit und Eigenverantwortung der Menschen?
Der Redaktion des Gemeindeblattes kann man nur empfehlen, solche Themen den Fachleuten zu überlassen, die davon etwas verstehen und nicht etwas als gute Nachricht anzupreisen, was dazu beiträgt, den Unmut über die „Bürokraten in Brüssel“ weiter anzuheizen.
Als Physiker und Hausbesitzer, der über Photovoltaik mehr Strom produziert als im Haushalt verbraucht wird, weiß ich, wovon ich schreibe.
Dr. rer. nat Jörg Schweikhardt

Bericht Quartal Liberal mit Albert Duin

Schon zum 19. mal fand am 22. Juli das Quartal Liberal der FDP Herrenberg und Gäu statt. Zu Gast war diesmal der neu gewählte bayerische Landesvorsitzende der FDP, Albert Duin. Geboren in Ostfriesland, ging er als junger Mann nach Bayern, wo er sich seine Firma aufbaute. Überraschend zum Landesvorsitzenden gewählt, hielt der 60 jährige mittelständische Unternehmer im voll besetzten Gasthof „Adler“, wo viele Zuhörer aus der gesamten Region kamen, einen Vortrag über „FDP – klare Kante – klare Worte – klare Positionen“.

Andreas Weik, Albert Duin und Hosam el Miniawy

Andreas Weik, Albert Duin und Hosam el Miniawy

„Politikwissenschaftler haben Ahnung davon, wie sie etwas durchsetzen, aber nicht was sie durchsetzen“, mit dieser bewussten Provokation begann Albert Duin seinen Vortrag und wollte auf etwas entscheidendes hinweisen. Man brauche Leute in der Politik, die das Leben studiert haben und nicht diejenigen, die die besten Abschlüsse haben.
Albert Duin spricht sich für das dreigliedrige Schulsystem und das achtjährige Gymnasium aus. Die Schulbildung müsse entschlackt werden. Man bringe den Schülern Dinge bei, die sie zum Teil nie wieder brauchen werden.
Auch müssen die Aufstiegsmöglichkeiten für Hauptschüler erhalten bleiben. Es sollte direkt nach der Schule ein freiwilliges Praktikumsjahr möglich sein. Ebenso müssten die Lehrer besser ausgebildet werden.

Der Referent beklagt, dass körperlich schwer arbeitende Menschen, die ab einem gewissen Alter ihren Beruf nicht mehr ausüben können, vom Staat zu Umschulungen geschickt werden. Es bringe aber nichts, die Menschen umzuschulen, wenn es zu spät ist, stattdessen sollen diese Menschen alle 2 Jahre für 1 Monat eine kaufmännische Zusatzausbildung machen.
Ebenso beklagt er das neue Rentenkonzept. Dies schaffe ein großes Problem; der Rentensatz baut ab. „Der Arbeitgeber soll jedes Jahr jedem Arbeitnehmer 2,5% seines Bruttojahresgehalts auf ein Sperrkonto überweisen, auf dem das Geld auch vor dem Staat sicher ist. Dafür solle es keine Abfindungen mehr geben“, so ein Vorschlag Duins.
Ein Arbeitnehmer, der bisher für 7,50 € gearbeitet hat, bekomme mit dem Mindestlohn umgerechnet netto 55 Cent mehr Lohn als bisher. Der Staat halte sich selbst nicht an das Prinzip „Leistung muss sich lohnen“. Nur die Staatskassen würden dadurch voller.
Deutliche Kritik übt Duin an der Wirtschaftspolitik. So habe die Chemieindustrie vor etwa 3 Monaten bekannt gegeben, keine neuen Investitionen in Deutschland mehr zu tätigen. Er beklagt den allgemeinen Umgang mit der Industrie. „Es geht uns zu gut, es wird vollständig vergessen, dass das Zeug hergestellt werden muss“, so Duin. Gegen diesen „Nanny-Staat“, der über allem schwebe und sich um alles kümmere, müsse man kämpfen.

Das Gleiche bei der Umweltpolitik. Die Mentalität gehe in die Richtung: „Hauptsache die Verschmutzung passiert nicht bei uns“. Wenn man aus der Kernkraft aussteigt, müsse das in ganz Europa passieren.
Anstatt dem unfairen EEG-Gesetz, wäre es besser, die Stromanbieter zu verpflichten, 5% des eingespeisten Stromes müsse grüner Strom sein.

Albert Duins Botschaft ist ganz klar: „Klare Kante beziehen! Es ist wichtig, dass wir eine Meinung haben, kein Wischiwaschi! Transparenz und Offenheit, sagen was wir denken.“
„Liberale Meinung, ist Deine Meinung!“ Damit schloß er seinen Vortrag.

Wahlnachlese der FDP im Kreis Böblingen

Allgemein, Presse | 12. Juni 2014

Liberale können den Großteil ihrer Mandate auf kommunaler Ebene halten

Sindelfingen Über 40 Mitglieder der FDP trafen sich zur Besprechung der Europa- und Kommunalwahlen im Parkrestaurant in Sindelfingen.

KreismitgliederversammlungDer Kreisvorsitzende Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt begrüßte die Anwesenden: „Das Ergebnis der Europawahl war leider nicht zufriedenstellend, an uns in Böblingen lag es jedoch nicht, wir haben viel im Wahlkampf getan und zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt.“ Scheerer betonte, dass die Marke „FDP“ noch an den Auswirkungen der Bundestagswahl leidet und es nun gilt diese von der Basis aus wieder aufzubauen. „Herzlichen Dank für das Engagement, wir haben eine hochmotivierte Mannschaft im Kreis Böblingen. Aus diesem Grunde bin ich äußerst zuversichtlich. Das nächste Ziel ist die Landtagswahl 2016“, so Scheerer zu den zahlreichen Wahlhelfern und Unterstützern.

Im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Kreis Böblingen sehe das Ergebnis besser aus als erwartet. Mit Heiderose Berroth aus Renningen, Prof. Dr. Dieter Maurmaier aus Leonberg, Andreas Knapp aus Sindelfingen und Wilhelm Bührer aus Herrenberg ist die FDP wieder in Fraktionsstärke im Böblinger Kreistag vertreten. Darüber hinaus wurden die Liberalen in Böblingen, Leonberg und Sindelfingen mit jeweils zwei Mandaten in den Gemeinderat gewählt. Besonders gut war das Ergebnis in der Stadt Böblingen, hier holte die FDP über 7%. Auch in Gärtringen und Weil der Stadt ist die FDP wieder im Ratssaal vertreten. In Schönaich konnte Christina Gomez de Claus über die Liste FDP/UWG in den Gemeinderat einziehen. Die aktuelle Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Berroth wurde über die parteiunabhängige Liste „Frauen für Renningen“ wieder in den Renninger Gemeinderat gewählt, in dem sie früher schon für die Wählervereinigung saß.

Besonders erfreulich sei, dass die Liberalen in Aidlingen und Herrenberg zum ersten Mal für den Gemeinderat angetreten sind und direkt jeweils ein Mandat erhalten haben. Daniel Schmidt wird in Zukunft in Aidlingen und Wilhelm Bührer in Herrenberg die FDP im Ratssaal repräsentieren.

SONY DSCIm Anschluss folgte eine ausführliche Diskussion über die Gründe für das schlechte Abschneiden der FDP bei der Europawahl und mögliche Veränderungen, die die Liberalen in Zukunft vornehmen sollten. Ein besonderes Anliegen der Kreis-FDP sei, so waren sich alle Anwesenden einig, den Wahlkampf und die Positionierung zur Landtagswahl 2016 sehr bald zu beginnen. „Wir werden uns im Landesvorstand dafür einsetzen, dass inhaltliche Diskussionen sofort begonnen werden“, erläuterte der Sindelfinger FDP-Vorsitzende Andreas Knapp. In diesem Sinne wird es auch bald eine erneute Kreismitgliederversammlung geben, bei der sich die Böblinger FDP fundiert mit Themen in Baden-Württemberg auseinander setzen wird, sodass die dabei erarbeiteten Vorschläge beim nächsten Landesparteitag eingereicht werden können. Der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Alfred Semmler aus Nufringen, schloss die Versammlung mit den Worten: „Helm festbinden, auf schwierige Zeiten einstellen, aber keinesfalls den Mut verlieren. Der Wiederaufbau der FDP ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die nächste Etappe ist die Landtagswahl in Baden-Württemberg.“
©Daniel Alexander Schmidt

Liebe Wählerinnen und Wähler,

Allgemein | 31. Mai 2014

wir möchten uns recht herzlich bei Ihnen für Ihre Stimme und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Natürlich haben wir uns für ein besseres Ergebnis eingesetzt, der Wiederaufbau der FDP ist jedoch kein Sprint sondern ein Marathon. Das nächste Etappenziel vor der Bundestagswahl im Herbst 2017 wird für uns vor allem die Landtagswahl in Baden-Württemberg im Frühjahr 2016 sein. Bis dahin werden wir alles dafür tun das verloren gegangene Vertrauen in die FDP wieder herzustellen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich dabei beteiligen und uns Verbesserungsvorschläge mitteilen. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Trotz des negativen Bundestrends konnte die FDP im Kreis Böblingen viele ihrer kommunalen Mandate im Kreistag sowie in den Gemeinderäten erhalten und in einigen Orten sogar neue hinzu gewinnen. Wir sehen also: Die Basis ist da, auf ihr müssen wir nun aufbauen.

Noch einmal: Vielen Dank für Ihre Stimme.

Viele Grüße
Ihre FDP im Kreis

Wilhelm Bührer völlig überraschend in den Kreistag gewählt

Herrenberg – Die Liberalen in Herrenberg haben derzeit allen Grund zur Freude. Nach dem Achtungserfolg bei den Gemeinderatswahlen, bei denen sie auf Anhieb ein Mandat holten, entsenden sie mit Wilhelm Bührer nun auch einen Vertreter in den Kreistag.

Wilhelm Bührer

Wilhelm Bührer

Auf den Herrenberger Gastronomen Wilhelm Bührer kommt nun viel Arbeit zu. Nachdem er am Wochenende in den Gemeinderat gewählt wurde, ereilte ihn gestern Abend die Nachricht, dass er zudem ein Ausgleichsmandat im Kreistag erhält. Die Gemeinde Deckenpfronn, bei der die FDP mit 1,18% am schlechtesten abschnitt, entpuppte sich als Zünglein an der Waage. Die 37 Stimmen, die dort auf Bührer entfielen, verhalfen ihm zum Einzug in den Kreistag. „Das wird eine ganze Menge Arbeit, aber ich werde mich dieser Herausforderung stellen und meinen Teil dazu beitragen, dass die FDP wieder Fuß fasst“ kommentierte Bührer seinen Einzug ins Kreisparlament.

„Durch das Wahlverfahren haben wir andere Wahlkreise im Vorteil gesehen. Ein Kreistagsmandat schien fast unmöglich. Daher haben wir im Wahlkampf unseren Schwerpunkt auf die Gemeinderatswahlen in Herrenberg gelegt. Dieser Doppelerfolg ist ein Meilenstein in der Historie unseres Ortsverbandes. Wir werden diese Chance nutzen, um zukünftig mehr auf uns aufmerksam zu machen und erhoffen uns daraus auch eine breitere Zustimmung in Herrenberg und im Oberen Gäu“ so der Ortsvorsitzende Andreas Weik.

Obwohl die FDP im Kreis ihre Stimmen halbierte, verloren sie nur zwei von sechs Mandaten. Neben Wilhelm Bührer erhielt auch die bisherige Fraktionsvorsitzende im Kreistag Heide Berroth ein Ausgleichsmandat. Der Sindelfinger Andreas Knapp und Prof. Dr. Dieter Maurmaier aus Leonberg wurden direkt wiedergewählt.

Wilhelm Bührer holt Gemeinderatsmandat für die Liberalen

Herrenberg – Wilhelm Bührer zieht für die FDP in den Herrenberger Gemeinderat ein. Der FDP Ortsverband war in seiner 35jährigen Geschichte bei den Kommunalwahlen zum ersten Mal für den Herrenberger Gemeinderat angetreten.

Michael Theurer, Andreas Weik und Wilhelm Bührer am Infostand vor dem Adler

Michael Theurer, Andreas Weik und Wilhelm Bührer am Infostand vor dem Adler

Montagabend kurz nach 17 Uhr stand es fest. Mit 2515 Stimmen holte der 60jährige Adlerwirt für die Liberalen ein Mandat im Herrenberger Gemeinderat. Kantig und geradlinig verspricht Bührer, der auch Spitzenkandidat für die Kreistagswahl war, zu werden. „Als Küchenmeister weiß ich, wie wichtig das Salz in der Suppe ist“. Bührer führte die elfköpfige Gemeinderatswahlliste an.

Die Liberalen verloren bei den Kommunalwahlen am Wochenende nicht nur kreisweit an Zustimmung. Umso erfreuter zeigte sich Andreas Weik, hiesiger Ortsvorsitzender der FDP, über diesen Erfolg. „Es war genau der richtige Zeitpunkt, dass wir mit einer eigenen Liste angetreten sind. Und gleich bei der Premiere hat es auf Anhieb mit einem Mandat geklappt. Jetzt werden wir den Bürgerinnen und Bürgern beweisen, dass auch wir Liberalen im Herrenberger Gemeinderat eine Daseinsberechtigung haben – und zwar langfristig!“

Der FDP Ortsverband und die elf Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat hatten bis zuletzt um jede Stimme geworben. Am letzten Infostand vor der Wahl, am vergangenen Samstag, bekamen sie sogar noch Unterstützung von Michael Theurer. Der FDP-Landesvorsitzende und wiedergewählte Europaabgeordnete ist wohl zeitgleich das prominenteste Gesicht, dass sich im Wahlkampf in Herrenberg gezeigt hat.

Festliches Jubiläum der FDP in Sindelfingen

Rudolf Felger für 50 Jahre und Kai-Olaf Dammenhain für 25 Jahre Parteimitgliedschaft geehrt

Sindelfingen Ein erfreulicher Anlass war es, den die Kreis-FDP im Sindelfinger Oktogon feiern konnte: Anlässlich seiner 50-jährigen Mitgliedschaft wurde Rudolf Felger aus Sindelfingen für seine Verdienste in der FDP geehrt. Felger ist in Backnang aufgewachsen und war dort viele Jahre Mitglied des Gemeinderats. Er war Geschäftsführer seines eigenen Stuckateurunternehmens in Backnang und zugleich Leistungssportler. So wurde er gleich zweimal deutscher Meister im Hürdenlauf und später Bundestrainer in dieser Disziplin der Leichtathletik. 1983 wurde Felger zum Leiter des Sindelfinger Sportamts gewählt und wechselte gleichzeitig auch in den Böblinger FDP-Kreisverband. Er ist immer noch im Württembergischen Leichtathletikverband engagiert. Felger war durchweg ein aktives Mitglied der Liberalen im Kreis und vor allem im Sindelfinger FDP-Ortsverband. Auch heute noch ist er Mitglied im Landessportbeirat der FDP und sportpolitischer Berater der FDP-Landtagsfraktion.

Rudolf Felger, Andreas Knapp und Kai-Olaf Dammenhain

Rudolf Felger, Andreas Knapp und Kai-Olaf Dammenhain

Kai-Olaf Dammenhain aus Aidlingen erhielt die Theodor-Heuss-Medaille als Anerkennung der bewiesenen Treue und der langjährigen persönlichen Mitarbeit in der FDP. Er ist seit 1994 Mitglied der Böblinger Liberalen, zuvor war er in München und Friedrichshafen aktiv. Geboren und aufgewachsen ist Dammenhain in der ehemaligen DDR, aus diesem Grunde betonte er auch in seiner Rede: „Freiheit ist mir das Wichtigste, das Verständnis von Freiheit und Verantwortung macht uns erst zu Menschen.“ Er erläuterte, dass Eigenverantwortung verbunden mit Freiheit zu einer positiven und kreativen gesellschaftlichen Entwicklung führt. Dass eine solche Entwicklung nicht stattfinden kann, erlebte er in unterschiedlichen Ländern, in denen der Staat streng regulierend in das Leben der Menschen eingreift. Für den Diplom-Ingenieur Dammenhain ist es wichtig sich in der Gemeinschaft einzubringen. So war er schon als Vater seiner mittlerweile zwei erwachsenen Kinder Elternvertreter im Kindergarten und in der Schule und versuchte immer alle Eltern bei der Gestaltung von Kindergarten und Schule einzubinden. Dieser Einstellung folgend kandidiert Dammenhain, Geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung, bei der Kommunalwahl auch für den Aidlinger Gemeinderat und den Böblinger Kreistag auf den Listen der FDP.

Der Sindelfinger Stadt-, Kreis- und Regionalrat, Andreas Knapp betonte in seiner Laudatio: „Beide liberale brachten und bringen unsere Partei auf ihre Weise und mit ihren Herzensthemen voran. Es ist von entscheidender Bedeutung solch engagierte Weggefährten bei der FDP zu haben.“ Er schloss die Ehrung mit den Worten: „Die Böblinger Liberalen bedanken sich bei den Jubilaren für ihre Treue und hoffen auf weitere, langjährige Unterstützung für die Idee der Freiheit und Verantwortung.“
©Daniel Alexander Schmidt

FDP so stark wie CDU und Freie Wähler – 100 Bürgerinnen und Bürger treten bei den Kreistagswahlen für die FDP an

Allgemein, Presse | 24. Mai 2014

Flächendeckende Präsenz der Liberalen in allen Teilen des Landkreises

Weil der Stadt „Der Kreiswahlausschuss hat alle 100 Vorschläge der FDP zur Kreistagswahl zugelassen“, verkündete der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Knapp aus Sindelfingen bei der letzten Vorstandssitzung. „Für die FDP kandidieren ebenso viele Kandidaten wie für die CDU und die Freien Wähler.“ Dabei sind 23 Kandidaten im Alter der Jungen Liberalen, also unter 35 und 18 Kandidaten sind jünger als 30 Jahre alt.

Auch das Kreistagswahlprogramm der FDP ist nun allen Bürgern öffentlich zugänglich. Zentrale Punkte sind die gute Ausstattung von beruflichen Schulen und Sonderschulen, starke Krankenhäuser an drei Standorten im Kreis zu etablieren und Verkehrsadern kostenbewusst auszubauen. Die Abfallwirtschaft solle weiterhin effektiv und bürgerfreundlich sein, ein Schritt in diese Richtung sei die orangenfarbene Tonne, deren Einführung die FDP in der letzten Legislaturperiode federführend vorangetrieben hat. Außerdem fordern die Liberalen in ihrem Wahlprogramm, dass die Finanzen des Landkreises kein Fass ohne Boden werden dürfen und sprechen sich für eine verträgliche Kreisumlage aus.

In der Versammlung des Verbunds Region Stuttgart spricht sich die Böblinger FDP für eine Grundversorgung mit Lebensmitteln an jedem Wohnort und ausreichend Flächen für Wohnungsbau und Erholung aus. Zudem dürfe die Region nach Ansicht der Liberalen nicht alleine auf Windkraft setzen. Der öffentliche Personennahverkehr müsse leistungsfähiger und zugleich bezahlbar gestaltet werden. Gleichzeitig solle der Verband möglichst keine Aufgaben vom Landkreis oder den Gemeinden an sich ziehen.

Ein elementares Thema für die FDP sei die Bürgerbeteiligung. Ein Beispiel für deren Durchsetzung sei das von der FDP in Gärtringen geforderte Bürgerbegehren zur Abschaffung der unechten Teilortswahl. Durch die erforderlichen Unterschriften wurde nun die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens vom Gemeinderat festgestellt. Die Liberalen möchten damit allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben selbst darüber zu entscheiden, ob sie die unechte Teilortswahl weiterhin möchten oder nicht. Die unechte Teilortswahl sorgt in Gärtringer dafür, dass die Rohrauer Bürger im Verhältnis mit mehr Gemeinderäten vertreten sind als die Gärtringer Bürger.

Nicht nur für den Kreistag und das Regionalparlament kandidiert die FDP bei der Kommunalwahl. Auch in acht Städten Gemeinden bewerben sich Liberale für das Ehrenamt im jeweiligen Gemeinderat. In Sindelfingen, Böblingen, Leonberg, Weil der Stadt, Gärtringen und Schönaich ist die FDP bereits vertreten und möchte den Wiedereinzug erreichen. Zum ersten Mal kandidieren bei dieser Kommunalwahl auch Liberale für den Gemeinderat in Herrenberg und Aidlingen, wobei ein Einzug wahrscheinlich ist.

„Wir bieten auf allen Ebenen der Kommunalwahlen, in allen Teilen des Landkreises eine liberale Alternative. Dass sich 100 Bürgerinnen und Bürger am 25. Mai für den Böblinger Kreistag auf unseren FDP-Listen zur Wahl stellen zeigt: Die FDP ist in unserem Landkreis stark verwurzelt und hat eine breite Basis“, so der Kreisvorsitzende Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt zum Abschluss der Sitzung.

Alle Kandidatinnen und Kandidaten zu den Kommunalwahlen sowie das Kreistagswahlprogramm finden Sie unter: http://fdp-boeblingen.de/kommunalwahlen
©Daniel Alexander Schmidt